zum Hauptinhalt der Seite springen
LogoLogo nachhaltig. ethisch. sicher. transparent.
Menü
Menü schließen
  • Startseite
  • Unternehmen & Menschen
    • Das Unternehmen
    • Werte & Überzeugungen
    • Die Menschen hinter nestbau
    • nest-Blog
    • nestbau-Chronik
    • Veranstaltungen
    • Stellenangebote
    • Kontakt
    • Blog-Archiv
  • Gebäude & Geldanlage
    • Die nestbau-Wirkung
    • Die Gebäude unserer Bürger-AG
    • Grundlagenwissen über Aktien
    • Aktien kaufen
    • Genussrechte
    • Aktien verkaufen
    • Aktienplattform
    • Die Bürger-Aktiengesellschaft
  • Dienstleistungen
    • Beratung & Projektsteuerung
    • Immobilienverwaltung & Hausmeisterservice
    • Referenzen
    • Rentabilitätsberechnung

Klimakiller Bau: Unsere Recherche

Autor/in

Markus Buckenmayer Markus Buckenmayer

Datum

11.01.2022

Schlagworte

  • Bauen & Klima
  • Bautechnik
  • Holzbau

Bauen & Klima

Eine der Auswirkungen unserer ersten Gemein­wohlbilanz war unser Entschluss, die Umwelt­wirkungen unserer Bau­tätig­keiten genauer zu be­trach­ten und Wege zu finden, diese zu redu­zieren. Dieser Artikel ist der zweite Teil einer Mini­serie, die unseren Weg zu klima­freund­licherem Bauen dokumentiert.

Die Umwelt­wirkungen von Gebäuden sind enorm. Nach dem jüngsten UN-Report für die Gebäude­wirtschaft gehen 38 % der globalen CO2-Emissionen auf das Konto des Gebäude- und Bausektors. Die Branche hinkt damit den Zielen des Pariser Klima­schutz­abkom­mens stark hinterher.1

Hauptproblem sind die Baustoffe

Auch die nestbau AG musste nach der Erstel­lung einer Gemein­wohlbilanz für das Jahr 2018 fest­stellen, dass über die Umwelt­wirkungen unserer Bau­tätigkeit fast keine Informa­tionen vorliegen. Vor dem Hinter­grund der Klima­krise als eine der größten Heraus­forderungen unserer Zeit wollten wir dies nicht hinnehmen. Wir haben uns daher dazu entschlossen, uns aktiv mit den Umwelt­wirkungen unserer Bau­tätig­keit zu be­schäf­tigen, um diese mittel­fristig redu­zieren zu können. Hierfür wurde exem­plarisch das Bestands­gebäude in Tübingen-Hirschau analysiert. Es stellte sich dabei heraus, dass der Löwen­anteil der Umwelt­belastungen eines Gebäudes auf die Bau­stoffe Beton, Stahl und die im Mauer­werk verwen­deten Poren­beton­steine zurück­zu­führen ist. Bei dem Gebäu­de in Tübingen-Hirschau waren diese drei Bau­stoffe für schätzungs­weise gut drei Viertel der ausge­lösten CO2-Emissionen und über 70 % der nicht erneuer­baren Primär­energie verant­wortlich. (Die Details zur Analyse finden sich in Teil 1 Der Artikelreihe: Wie sind die Umwelt­auswirkungen unserer Bautätigkeiten?)

Holzbau als mögliche Lösung

Gelingt es, diese drei Baustoffe zu redu­zieren oder gar zu ersetzen, werden die Umwelt­wirkungen eines Gebäudes drastisch ver­min­dert. Die besten Aus­wir­kungen auf die Umwelt­bilanz hat der Baustoff Holz, da dieser die Eigen­schaft aufweist, während der „Herstellung“, d.h. des Wachstums, CO2 zu binden, anstatt zu emittieren. Während der Nutzungs­phase eines Gebäu­des fungiert Holz damit gar als Energie- und CO2-Speicher. Erst nach Abbruch des Gebäu­des wird ggf. durch das Ver­bren­nen des Holzes das gebun­dene CO2 freigesetzt. Aufgrund dieser Ergeb­nisse möchte die nestbau AG per­spek­tivisch auf Holzbauweise umsteigen.

Erste Nachfragen bei Planern und Archi­tekten dämpf­ten jedoch zunächst den Opti­mismus. 10-15 % Mehrkosten wurden in den Raum gestellt. Eine Vermie­tung unterhalb des Miet­spiegels wäre bei einer solchen Kosten­steigerung nicht mehr ren­tabel möglich. Die schlichte Weiter­gabe der Mehr­kosten an die Mieter stellt für die nestbau AG, die sich der Errich­tung von bezahl­barem Wohn­raum ver­pflich­tet hat, eben­falls keine Option dar. Es müssen Wege gefun­den werden, die öko­lo­gische Opti­mierung unserer Gebäude ohne signi­fi­kante Kosten­stei­gerungen durch­führen zu können.

Nach genauerer Recherche hat sich das Bild jedoch gedreht. Seit November 2020 ist die nestbau AG mit verschie­denen Akteuren der Holz­bau­branche in intensivem Kontakt, wodurch bereits einige Beden­ken aus­geräumt werden konnten. Auch wenn der Weg zum ersten nestbau-Holzhaus sicher noch den einen oder anderen Stolper­stein enthält, nehmen wir diese Heraus­forderung gerne an und werden unsere Akti­vi­täten auf diesem Bereich weiter intensivieren.

Wie es weitergeht, lesen Sie in Teil 3: Die nestbau AG auf dem Holzweg

Fußnoten

  1. siehe Artikel „Rekord bei CO2-Ausstoß im Gebäudesektor“ bei science.orf.at zurück nach oben
Veranstaltungsrückblick: Vortrag von Prof. Timo Leukefeld "Neues Heizen" nestblick 02-2022

© nestbau AG

  • Newsletter
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • Impressum