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Unser Besuch beim Holzbau MaxAcht in Stuttgart

Autor/in

Markus Buckenmayer Markus Buckenmayer

Datum

18.01.2021

Schlagworte

  • Bericht
  • Fortbildung

Nachdem Markus Buckenmayer nun schon fast ein Jahr bei uns als Werk­student der Frage nachgeht, inwieweit sich bezahl­barer Wohn­raum auch mit umwelt­verträg­lichen Bau­materia­lien verbin­den lässt, häufen sich nun die Termine zum Thema Holzbau. Einer war am 15.01.2021 bei MaxAcht in Stuttgart. Markus hat uns seinen Eindruck von diesem Holzbau in Wort und Bild zusammengefasst.

Das nestbau-Team vor dem Holzbau MaxAcht

nestbau AG zu Besuch bei Vorzeigewohnprojekt in Stuttgart

Architekt Klaus Grübnau von der architektur­agentur Stuttgart nahm sich viel Zeit, die Besonder­heiten des inno­vativen Mehr­familien­hauses zu erklären. Tragende Wände und Decken sind abge­sehen von Keller und Betonkern aus komplett leim­freiem Massiv­holz. Die Stabi­lität wird durch eine Kombi­nation aus in­einander gesteck­ten Längs- und Querbalken er­reicht. Der Verzicht auf Leim fördert die Bau­gesund­heit und ver­ein­facht das Recycling des Holzes. Da die Wände komplett luft­dicht sind, ist auch keine Folie zur Abdich­tung not­wendig und die Wände können in ihrem Ur­zustand sichtbar bleiben.

Gemeinschaftsraum mit sichtbaren HolzwändenKüchenbereich im GemeinschaftsraumGemeinschaftsraum mit Tisch

Im Anschluss an die Besichtigung des Gebäudes zeigte uns Herr Grübnau im Büro der architektur­agentur mit Hilfe von Muster­klötzen verschie­dene Systeme leim­freier Massiv­holz­wände und gab weitere Infor­ma­tionen zum Gebäude. Wir erfuhren, dass das MaxAcht durch die Massiv­holz­wände und den sehr geringen Einsatz minera­lischer Baustoffe bezogen auf den Bau CO2-neutral ist. Dies bedeutet, dass das verwen­dete Holz mehr CO2 speichert, als durch die Herstel­lung der anderen Baustoffe und die Bau­tätig­keit emittiert wurde. Beim späteren Energie­verbrauch des Gebäudes sind die Holz­wände eben­falls vorteil­haft, da diese weit weniger schnell auskühlen als konven­tionelles Mauerwerk.

Holzverbindung für HolzbauHolzbau-Elemente verbundenHolzbau-Elemente

Zum Schluss blieb uns nur noch die Frage: Wäre der Wald der steigen­den Holz­nach­frage gewachsen, sollte die Bau­branche über­wiegend auf den Baustoff Holz umsteigen? „Wird Holz aus nach­haltig bewirt­schafteten Wäldern bezo­gen, sind diese Bedenken voll­kommen unbe­gründet“, so Grübnau, „die für das MaxAcht benötigte Holz­menge wächst auf einer Fläche von 10 Hektar in nur 5 Jahren nach.“

Linktipp: Die MaxAcht-Projektseite auf der Webseite der architekturagentur

nestblick 25 Zusammenfassung der Netzwerkkonferenz Baukultur

© nestbau AG

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