Sonder-AfA für privaten Mietwohnungsbau geplant

Jetzt also tatsächlich: Sonder-AfA für privaten Mietwohnungsbau geplant

Wie einem Referentenentwurf vom 29.08.2018 zu entnehmen ist, plant das Bundesfinanzministerium eine Sonderabschreibung für den privat finanzierten Mietwohnungsbau. Die Regelung soll für neu gebaute Wohnungen gelten, deren Bauanträge zwischen dem 31.08 2018 und dem 31.12 2021 eingereicht wurden. Die geplante Sonder-Afa beträgt jährlich 5 % zusätzlich zur bestehenden Abschreibung von regelmäßig 2%. Die Abschreibungsmöglichkeit soll nur gelten, wenn die Wohnungen zehn Jahre als Mietwohnungen genutzt werden. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dürfen 3.000 Euro/qm nicht übersteigen, die Bemessungs­grundlage liegt bei maximal 2.000 Euro/qm.  Die Steuer-Mindereinnahmen durch die Sonder-Abschreibung gibt das Finanzministerium mit etwa einer halben Milliarde Euro an. 

Kommentar von nestbau-Vorstand Gunnar Laufer-Stark: „Ob durch diese Maßnahme auch nur eine Wohnung gebaut wird, die sonst nicht gebaut werden würde, wage ich zu bezweifeln. Genossenschaften und kommunale Bauunternehmen haben kaum etwas von der Sonder-AfA: Sie machen in der Regel keine großen Gewinne, die sie durch Abschreibungen verringern könnten – und dadurch mögliche zusätzliche Verluste bringen ihnen gar nichts. Dazu kommt, dass in den Städten, die besonders von Wohnraumnot betroffen sind, mit Kosten von maximal 3.000 Euro/qm inzwischen kaum mehr Wohnraum zu erstellen ist. Mein Fazit: purer Aktionismus – wenn der Bund das Geld z.B. dazu verwenden würde, seine Grundstücke günstig in Erbpacht abzugeben wäre deutlich mehr gewonnen …“   

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