suffizient leben

Vielen Dank an alle, die so zahlreich zu unserer nestbau-Veranstaltung „suffizient leben“ erschienen sind.

Der Vortrag vom Architekten Prof. Hans Drexler und die anschließende Diskussion, die Martin Prösler geleitet hat, hat viele Anregungen gegeben. Für diejenigen die nicht anwesend sein konnten, hier eine kleine Zusammenfassung.

Ausgangspunkt der Überlegungen zum „suffizienten Wohnen“ war die Tatsache, dass in Deutschland die Wohnfläche pro Person auf mittlerweile durchschnittlich 47,1 m² pro Person angestiegen ist. Prof. Drexler zeigte auf, dass sich diese Fläche auf rund 28 m² pro Person senken lässt, ohne massive Einschnitte in der Wohnqualität zu haben. Und dass gerade im Alter eine Reduzierung der Wohnfläche auch enorm Ballast abnehmen kann….

Prof. Drexler stellte dann verschiedene zukunftweisende Projekte vor. So verfolgt das Projekt „Residential Community“ das Ziel, die Wohnfläche pro Person zu verringern, ohne dabei die Wohnqualität einzuschränken. Dieses Projekt steht in Frankfurt am Main, wo wie in vielen anderen Großstädten der Baugrund rar und teuer ist. Durch die Verringerung der Wohnfläche ließen sich Bau- und Betriebskosten pro Kopf sparen und relativ kostengünstiger und bedarfsgerechter Wohnraum schaffen. Zum Beispiel indem gemeinschaftliche Räume konzipiert werden, die jedem Hausbewohner zugänglich sind. Die gemeinschaftlich genützte Waschküche ist bereits in vielen Häusern etabliert, aber man kann noch viele andere Räume gemeinsam nutzen. So muss doch nicht jede Wohnung einen Raum für ein Gästezimmer vorbehalten, sondern es gibt ein Gästezimmer für das ganze Haus. Mehr zu diesem Projekt findet Ihr unter: DGJ Architektur

Nicht nur konkrete Projekte wurden an diesem Abend angesprochen, sondern auch Grundsätzliches z.B. zu Themen wie kostengünstiges und umweltfreundliches Bauen.  Seine These lautet „Baukonstruktion ist das Zukunftsthema des energieeffizienten und nachhaltigen Bauens“: In Zeiten der Ressourcenknappheit und den Müllbergen müssen wir die herkömmliche Baukonstruktion mehr und mehr in Frage stellen. Prof. Drexler sieht dabei im Holzbau die optimale Lösung. Ein nachwachsender Rohstoff, der es ermöglicht, gegenüber einem herkömmlichen Massivhaus deutlich nachhaltiger zu bauen.

Ein herzlicher Dank auch an dieser Stelle noch einmal an Prof. Drexler für sein Kommen und an Martin Prösler für seine wie immer hervorragende Moderation!

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